Die Fachrichtung Humoralmedizin (Lehre der Säfte), ist die Medizin der Antike, aus der sich die heutige Schulmedizin entwickelt hat. Das Denkmodell beschäftigt sich mit den vier Elementen (Luft, Feuer, Erde und Wasser) und leitet daraus die vier Säfte im Menschen ab. Alle vier Säfte sind im Menschen vorhanden, einer jedoch kann dominant sein, was das Temperaments des Individuums ausmacht. Fällt einer dieser Säfte in die Dominanz oder Verminderung, fallen die Kräfte ins Ungleichgewicht, was eine Dyskrasie der Säfte beinhaltet, es können Krankheiten entstehen.
Eine junge Frau hat demnach nicht die gleichen Voraussetzungen wie ein älterer Herr, sind doch die Säfte sowohl als Frau, als auch im Greisenalter nicht dieselben. Daher kann man nicht pauschal bei jeder Person mit zwar gleicher Erkrankung, auch gleich therapieren. Was auch in der individuellen Therapie berücksichtigt werden sollte.
Wichtige Hinweise finden wir in der Anamnese, sowie Iris- (F. Garvelmann), Anlitz- (Dr. Schüssler), Puls- und Zungendiagnostik.